Die Eckdaten der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018
Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland markierte ein sportliches Grossereignis von historischer Dimension. Das Turnier fand vom 14. Juni bis zum 15. Juli 2018 statt und verteilte sich über 11 Spielorte in Russland, von Kaliningrad im Westen bis Jekaterinburg im Osten. Das Eröffnungsspiel wurde im Luschniki-Stadion in Moskau ausgetragen, das auch Schauplatz des Finales war. Diese Zeitplanung garantierte einen kompakten, intensiven Turnierverlauf über vier spannende Wochen.

Der detaillierte Spielplan: Von der Gruppenphase bis zum Finale
Der Spielplan der WM 2018 war in vier klar definierte Phasen unterteilt, die den Weg zum Weltmeistertitel strukturierten.
Die Gruppenphase (14. Juni – 28. Juni)
In den ersten zwei Wochen traten die 32 qualifizierten Nationalmannschaften in acht Gruppen à vier Teams gegeneinander an. Jede Mannschaft bestritt drei Spiele. Die beiden bestplatzierten Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für das Achtelfinale. Diese Phase war geprägt von ersten Überraschungen, wie dem frühen Ausscheiden des Titelverteidigers Deutschland.
Das Achtelfinale (30. Juni – 3. Juli)
Die K.o.-Runde begann mit dem Achtelfinale. Die Begegnungen wurden nach einem festen Schema aus den Gruppenersten und -zweiten gebildet (Beispiel: Sieger Gruppe A vs. Zweiter Gruppe B). Diese Runde lieferte mitunter dramatische Spiele, die oft erst in der Verlängerung oder im Elfmeterschiessen entschieden wurden.
Das Viertelfinale und Halbfinale (6. Juli – 11. Juli)
Im Viertelfinale trafen die besten acht Mannschaften Europas und Südamerikas aufeinander, was die hohe Qualität und Intensität der Spiele weiter steigerte. Die daraus hervorgegangenen vier Halbfinalisten kämpften um den Einzug in das Endspiel in Moskau.
Das Finale und das Spiel um Platz drei (14. Juli – 15. Juli)
Das Turnier gipfelte im Finale am 15. Juli im Luschniki-Stadion, in dem Frankreich und Kroatien aufeinandertrafen. Am Vortag fand in Sankt Petersburg das Spiel um den dritten Platz zwischen Belgien und England statt, das die Belgier für sich entschieden.
Die acht Gruppen der Endrunde
Die Auslosung der Gruppen ergab eine faszinierende Mischung aus Favoritenduellen und scheinbar klaren Machtverhältnissen, die sich im Turnierverlauf jedoch oft als trügerisch erwiesen.
Gruppe A: Russland, Saudi-Arabien, Ägypten, Uruguay
Gastgeber Russland eröffnete das Turnier mit einem deutlichen 5:0-Sieg gegen Saudi-Arabien und setzte sich überraschend klar als Gruppenzweiter hinter dem starken Uruguay durch. Ägypten, trotz des Rückhalts von Stürmerstar Mohamed Salah, schied enttäuschend aus.
Gruppe B: Portugal, Spanien, Marokko, Iran
Diese Gruppe lieferte eines der spektakulärsten Spiele der Vorrunde: das 3:3 zwischen den iberischen Nachbarn Portugal und Spanien. Portugal qualifizierte sich als Gruppenerster, Spanien als Zweiter. Marokko und Iran zeigten sich äusserst widerstandsfähig, verpassten den Einzug jedoch knapp.

Gruppe C: Frankreich, Australien, Peru, Dänemark
Frankreich, der spätere Weltmeister, sicherte sich mit zwei Siegen und einem Remis souverän den Gruppensieg. Dänemark zog als Zweiter dank einer soliden defensiven Ausrichtung mit ihm ins Achtelfinale ein.
Gruppe D: Argentinien, Island, Kroatien, Nigeria
Hier vollzog sich eine der grössten Überraschungen. Kroatien dominierte die Gruppe mit drei Siegen und setzte sich klar vor Argentinien durch, das sich nur mit Mühe und einem letzten Spieltagssieg gegen Nigeria rettete. Islands WM-Debüt endete dennoch respektabel.
Gruppe E: Brasilien, Schweiz, Costa Rica, Serbien
Brasilien bestätigte seinen Favoritenstatus mit einem Gruppensieg, musste sich aber im ersten Spiel der Schweiz geschlagen geben. Die Schweiz erwies sich als starke und taktisch disziplinierte Mannschaft und zog als Zweiter weiter.
Gruppe F: Deutschland, Mexiko, Schweden, Südkorea
Diese Gruppe wurde zum historischen Waterloo für die deutsche Nationalmannschaft. Nach einer Niederlage gegen Mexiko und einem knappen Sieg gegen Schweden bedeutete eine 0:2-Niederlage gegen Südkorea das vorzeitige und sensationelle Aus des Titelverteidigers bereits in der Vorrunde.
Gruppe G: Belgien, England, Tunesien, Panama
Belgien und England dominierten diese Gruppe erwartungsgemäss. Beide Teams zeigten bereits in der Vorrunde ihre Offensivstärke. Das direkte Duell gewannen die Belgier, was die spätere Setzung im K.o.-Baum beeinflusste.
Gruppe H: Polen, Senegal, Kolumbien, Japan
Eine der ausgeglichensten und unberechenbarsten Gruppen. Kolumbien setzte sich am Ende durch, während Japan aufgrund der Fairplay-Wertung vor Senegal das Achtelfinale erreichte. Polen als anvisierter Gruppenspitzenkandidat enttäuschte fundamental.
Das sportliche Vermächtnis und die Besonderheiten der WM 2018
Die WM in Russland hinterliess mehr als nur einen neuen Weltmeister. Sie war ein Turnier, das durch taktische Vielseitigkeit, den Einsatz des Video-Assistenten (VAR) in dieser Form erstmals bei einer WM und durch eine Reihe von Überraschungen geprägt war. Das frühe Ausscheiden traditioneller Schwergewichte wie Deutschland, Argentiniens Kampf und der unerwartete Finaleinzug Kroatiens unterstrich die zunehmende globale Wettbewerbsdichte. Die Termine, der Spielplan und die Gruppenzusammensetzungen bildeten den Rahmen für eine Weltmeisterschaft, die aufgrund ihrer Offenheit und Dramatik in die Geschichte des Fussballs einging.



